Ercole de’ Roberti, »Christi Gefangennahme«, 1482/86
© Gemäldegalerie Alte Meister, SKD, Foto: E. Estel/H.-P. Klut

Das restaurierte Meisterwerk: Ercole de' Roberti

Ferrara gehörte in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zu den wichtigen Zentren der italienischen Renaissance. Einer ihrer Hauptvertreter ist Ercole de‘ Roberti (um 1450–1496). Die beiden in Dresden befindlichen Holztafeln zeigen zwei äußerst erzählerische Darstellungen aus der Passion Christi. Sie sind von umso größerer Bedeutung, da sich nur wenige Werke dieses Künstlers erhalten haben.

  • Laufzeit 06.10.2020—28.02.2021

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Ercole de‘ Roberti malte sie um 1485 für einen Altar in der Kirche San Giovanni in Monte in Bologna. Die beiden Tafeln waren als sogenannte Predellen in der unteren Sockelzone des Altars eingelassen. Dank einer umfassenden Restaurierung, die gemeinsam mit dem J. Paul Getty Museum und dem Getty Conservation Institute in Los Angeles durchgeführt wurde, lässt sich die herausragende künstlerische Qualität dieser Gemälde wieder nachvollziehen. Die Ausstellung, die die renommierte Reihe »Das restaurierte Meisterwerk« fortsetzt, stellt nicht nur die beiden Renaissancegemälde vor, sondern gibt auch anschauliche Einblicke in die Maltechnik des Meisters, die mittels Untersuchungsgeräten der neuesten Generation gewonnen werden konnten. Detailliert werden zudem die Arbeitsschritte der Restaurierung thematisiert. Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem J. Paul Getty Museum realisiert wird, vermittelt somit auch zwei zentrale Aufgaben des Museums: Erforschung und Erhalt von Kunstwerken.

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