Caravaggio, »Johannes der Täufer«, 1602
© Musei Capitolini, Rom

Caravaggio. Das Menschliche und das Göttliche

Im Jahr 1602 schuf Caravaggio (1571–1610) das Gemälde »Johannes der Täufer« für die private Bildergalerie des römischen Adligen Ciriaco Mattei. Mit seiner provokativen Darstellung eines nackten Knaben, der einen Widder umarmt, spielt der Künstler innerhalb des Bildes mit den (Be-)Deutungsebenen und Erwartungshaltungen:

  • Laufzeit 16.10.2020—17.01.2021

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Offensichtlich stellt sich die Frage, wieso es sich bei dem Jüngling um den titelgebenden Johannes den Täufer handeln soll, fehlen ihm doch die Attribute, wie Kreuzstab oder Fellgewand, die ihn eindeutig als Heiligen identifizieren würden. Caravaggio verwischt die Grenze zwischen Religiösem und Profanem und fordert die Betrachter auf, diese selbst zu bestimmen. Das Meisterwerk aus den Kapitolinischen Museen in Rom wird im Kontext mit anderen Werken der Gemäldegalerie Alte Meister im Rahmen der Ausstellungsreihe »Begegnungen« präsentiert. Ausgewählte Werke der Caravaggisten bezeugen den Einfluss des römischen Barockmalers, dessen kontrastreiche Hell-Dunkel-Malerei und außergewöhnliche Inszenierungen den Stil seiner Nachfolger prägte – darunter Valentin de Boulogne, Leonello Spada, Nicolas Régnier, Rembrandt, Rubens, Vermeer und viele andere.

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© Musei Capitolini, Rom
Caravaggio, »Johannes der Täufer«, 1602

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